Samstag, 25.11.2017 04:30 Uhr

Erasmus in grandioser Manier zum Sieg

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Köln-Weidenpesch, 16.10.2017, 10:58 Uhr
Presse-Ressort von: horse.en-a.de Bericht 4691x gelesen
Erasmus gewinnt in grandioser Manier den Preis des Winterfavoriten
Erasmus gewinnt in grandioser Manier den Preis des Winterfavoriten  Bild: marc ruehl

Köln-Weidenpesch [ENA] Rund 15.000 Besucher feierten auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch den 2-jährigen "Erasmus" - der von Jockey Adrie de Vries gerittene Hengst aus dem Gestüt Röttgen dominierte in grandioser Manier seine acht Konkurrenten und gewann überlegen mit acht Längen den Preis des Winterfavoriten.

Der vorläufige Favorit für den Sieg im Deutschen Galopp-Derby 2018 heißt seit Sonntag, 15. Oktober 2017, "Erasmus": In einem grandiosen Rennjahr für das Gestüt Röttgen triumphierte die Zuchtstätte vor den Toren Kölns, nach den Super-Siegen im Hamburger Derby und im Preis von Europa, nun auch im bedeutendsten Rennen für zweijährige Vollblüter mit dem offenbar hochveranlagten Realiable Man-Sohn in der Domstadt - den Preis des Winterfavoriten, ein Gruppe III Rennen über 1.600 Meter und dotiert mit 155.000 Euro.

Es war beeindruckend, in welcher Manier sich Erasmus diese prestigeträchtige Prüfung mit einem Start-Ziel-Sieg sicherte. Sein Reiter beorderte den zuletzt schon in Köln erfolgreichen jungen Hoffnungsträger sofort nach vorne, wurde aber stets von dem favorisierten "Wild Max" (E. Pedroza) verfolgt. Zu Beginn der Zielgeraden schien sich ein spannendes Duell zwischen diesen beiden am stärksten gewetteten Pferden zu entwickeln, doch innerhalb weniger Galoppsprünge verabschiedete sich Erasmus auf sagenhafte acht Längen Vorsprung. Damit avancierte er zu einem der imponierendsten Winterfavoriten der vergangenen Jahre und natürlich zum eindeutigen aktuellen Derby-Favoriten im kommenden Jahr.

Champion-Trainer Markus Klug erklärte: ,,Der Boden war zum Glück nicht so weich wie in der vergangenen Woche und passte noch. Erasmus ist ein richtig gutes Pferd, und vom Charakter gibt es keinerlei Probleme. Er ist immer ruhig und ausgeglichen. Ich habe ihn noch nie aufgeregt erlebt. Große Klasse besitzt er, die er auf der Rennbahn umsetzt. Alles zusammen macht solch einen Sieger aus. Ich denke, dass er auf jeden Fall Stehvermögen besitzt. So wie er gezogen ist und galoppiert, habe ich keine Zweifel."

Jockey Adrie de Vries in seinem ersten Statement: ,,Ich habe immer an Erasmus geglaubt. Er war zunächst kein ausgesprochener Zweijähriger, da er sehr groß ist. Aber der Hengst löst alles mit seiner Klasse. Der weiche Boden hat heute gar nicht so gepasst, denn er machte unterwegs ein paar Fehler. Wenn er reifer wird, dann ist Erasmus einer der besten Zweijährigen, die ich je geritten habe. Die Derby-Distanz von 2.400 Metern hat er immer im Tank. Er marschiert im Rennen stets weiter, ist ein Riesengaloppierer und völlig unkompliziert, noch dazu verfügt er über viel Phlegma. Er muss gar nicht unbedingt von der Spitze aus gehen, sondern man kann ihn von überall reiten."

Platzierung im Preis des Winterfavoriten: 1. Erasmus (Gestüt Röttgen) A. de Vries, 2. Salve Del Rio (Gestüt Höny-Hof) M. Cadeddu, 3. Wild Max (Australian Bloodstock) E. Pedroza, 4. Pathfinder (Frau S. u. J. Kleibömer) M. Pecheur.

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