Dienstag, 26.09.2017 09:06 Uhr

Gorilla Trecking in Ruanda

Verantwortlicher Autor: Prof.h.c.Winfried Laube Ruanda, 19.08.2017, 10:13 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Reise & Tourismus +++ Bericht 5259x gelesen

Ruanda [ENA] Es war schon ein fantastisches Gefühl als ich nach einer mittelschweren ca. zweistündigen Dschungelwanderung zum Teil mit steilen Anstiegen gepart mit Gänsehaut und Staunen plötzlich einer Berggorillafamilie bestehend aus 12 Tieren gegenüberstand. Und das ganz nah! - Doch zuvor bedurfte es einer guten Vorbereitung und Organisation auf diese spezielle Reise, auf der der Schutz der Tiere immer im Vordergrund stand.

Es fing an mit der Suche nach einem für dieses Gorillatrecking spezialisierten Reiseveranstalter. Ich fand in Chamäleon Reisen den geeigneten Partner. Viele der Reiseberater waren selbst schon vor Ort und diese Erfahrung sollte sich dann auch wie sich später herausstellte auszahlen. Doch zuvor musste ich mich rechtzeitig (empfohlen wird mindestens 3 Monate vorher) um ein Gorilla Permit bemühen. Dieses kostete bei Antritt der Reise noch 690 € pro Person und wurde inzwischen auf 1.380€ erhöht. Eine stolze Summe, um für eine Stunde eine an Menschen gewöhnte Gorillafamilie in den Bergen besuchen zu dürfen. Darin inkludiert sind das Auto, der Fahrer, der Reiseleiter, die zum Schutz der Tiere bewaffneten Ranger und der Guide.

Nach erfolgreicher Anmeldung über den Reiseveranstalter ging es weiter zum Tropeninstitut. Hier wurden die Pflichtimpfungen u.a.für Gelbfieber verabreicht- ohne den Nachweis (Impfbuch) ist eine Einreise nach Uganda/Ruanda nicht möglich. Zum Abschluss folgte dann noch die Einreichung für das Ostafrika Visum bei der Ugandischen Botschaft. So nun konnte es endlich losgehen. Die Flüge über Brüssel nach Entebbe bzw. von Kigali aus zurück liefen alle nach Plan. Auffallend waren die ungewöhnlich vielen Sicherheitskontrollen am und rund um den Flughafen. Aber die einmalige Reise sollte für all das entschädigen!

Doch bevor es zu den Gorillas ging standen auf der 14-tägigen Klein-Gruppenreise (wir waren 8 sehr gut miteinander harmonierende Personen) viele andere spannende Safaris sowohl auf dem Land als auch vom Wasser aus auf dem Programm. Ich hätte im Vorfeld niemals erwartet das in Uganda wo unsere Reise startete so außergewöhnliche Tierbeobachtungen möglich waren. Diese Eindrücke übertrafen meinen Aufenthalt im letzten Jahr in Südafrika um einiges. Es war vor allem die Vielfalt : von Big five (Büffel/Löwe/Elefant/Nashorn/Leopard) über Nilpferde,Krokodile,Zebras,Antilopen,Hyänen, Warzenschweinen und vielen Vögeln wie den Weißkopfseeadler, die mich beeindruckte.

Dazu kamen noch die Schimpansen, Goldmeerkatzen und als Höhepunkt zum Schluss der Reise die Berggorillas. Wer wollte konnte sich auch noch auf einer mittelschweren Wanderung das Grab der Gorilla-Feldforscherin Dian Fossey ansehen, die am 26.12.1985 in Ruanda verstarb. Unsere Reiseleiter Brian, Peter und Miko waren immer darauf bedacht uns auch über Land, Leute , Kultur und politischen Hintergründe zu unterrichten. Eine rund um gelungene Reise mit spektakulären Eindrücken ging dann dem Ende entgegen.

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