Donnerstag, 18.01.2018 04:49 Uhr

Wer will Bildung?

Verantwortlicher Autor: Herbert M. Lukele Wien, 26.12.2017, 15:36 Uhr
Kommentar: +++ Politik +++ Bericht 4935x gelesen

Wien [ENA] Die Politik so wie die Wirtschaft sprechen oft über Bildung. Was meinen sie damit und welche Bildung ist wirklich erwünscht? Wir leben in einem kapitalistischen System, welches auf den Säulen ewig steigender Produktion und vermehrtem Konsum aufbaut. Ein wenig oberflächliche Demokratie als offizielle Staatsform ist natürlich auch dabei. Welchen Bürger braucht man dazu? Wie sollte er geformt werden, wie tut man dies?

Kein halbwegs intelligenter frei denkender Mensch weiß nicht, dass unser System von Finanz- und Industrie -Eliten gelenkt wird. Politiker sind nur die austauschbaren Schergen, die man halt in einer Art Demokratie benötigt um diese so nennen zu können. Ein wesentlicher Mitspieler in diesem System ist der Bürger oder auch als Arbeitsameise zu benennen. Sie erarbeiten die Zinsen für die Eliten und ein wenig auch für das Gemeinwohl. Was soll in solch einem System Bildung für den Bürger bedeuten? Welche Art der Bildung wird hier gemeint? Die Antwort ist sehr leicht zu geben: Weder Politik noch Industrie sprechen hier von der Ausbildung junger Menschen zu kritisch denkenden Menschen, die Dinge hinterfragen und sich Gedanken machen.

Vielmehr meint man die Ausbildung zum "Fachidioten", sprich jemanden der eine technische oder andere spezielle Ausbildung absolviert, um dann für die Industrie als vollwertige Arbeitsameise verwendbar zu sein - also ein Dreher, Computerprogrammierer, Bankfachmann, Lehrer, Schweißer uvm. Aber ist das wirklich Bildung? Nein es ist eine Ausbildung für einen bestimmten Beruf. Mit echter Bildung hat dies nicht allzu viel zu tun. Von echter Bildung spricht man wenn das Allgemeinwissen zulässt, selbständig, frei und vorurteilslos zu denken, Schlüsse zu ziehen, zu hinterfragen, sich für das Leben, Politik, Wirtschaft und die Zusammenhänge zu interessieren und diese verstehen zu lernen. Wissen zu wollen wie die Welt funktioniert!

Warum aber will das Politik und Industrie nicht? Wäre doch toll, wenn alle Menschen oder viele von ihnen selbständig denken und analysieren können, Dinge hinterfragen und sich nicht von jedem Slogan oder Wahlrede beeinflussen lassen würden. Weit gefehlt! Es wäre das Ende des Systems. Klare Worte fand schon Henry Ford als er anmerkte, würden die Menschen das Finanzsystem verstehen, gäbe es am nächsten Tag eine Revolution! Nein, denken sollte den Eliten und einigen wenigen Auserwählten vorbehalten bleiben. Das System hat einen Feind und der heisst - freies Denken! Der Bürger und Systemerhalter suche sein Glück nicht im lesen von hochwertiger Literatur sondern im Einkauf von Dingen die er nicht braucht aber will - dem shoppen!

Daher wird alles daran gesetzt, die Menschen schon von frühester Jugend an auf zwei Dinge zu konditionieren - shoppen und Sport. Du sollst brav arbeiten, dein verdientes Geld beim konsumieren ausgeben und in deiner Freizeit shoppen. Lass dem Bürger keine Zeit Gedanken zu formen, nein gehe in den Verein, zur Party, ins Kino, schaue Fern und vergnüge dich im Paradies, dem Shopping Center - so passt es. Man soll daher nie davon ausgehen, dass die Politik wenn es um Bildung geht wirklich Bildung meint. Das wäre als würde sich das System selbst erschlagen. Es reicht schon, dass es immer wieder Systemkritiker gibt, welche die freie Presse, die humane Politik und das soziale Finanzsystem anprangern und versuchen es zu verändern.

Aber die Eliten haben gelernt mit solchen Kritikern umzugehen. Sie werden diffamiert und als Verschwörungstheoretiker mundtot gemacht. Man stelle sich vor, es gäbe auf unserer Welt nicht 90% lenkbare menschliche Schafe, sondern Intelektuelle, denkende Menschen mit Verstand. Das System würde nicht funktionieren. Wer kauft dann noch Produkte die keiner braucht, nimmt sinnlose Kredite auf und schafft damit Geld, wer würde dann noch die manipulierten Artikel in der Presse schreiben, der Werbung glauben und überteuerte Produkte als Prestige ansehen? Nein, das wäre fatal, also muss die Menschheit mit Hilfe des Internets gut überwacht und gelenkt werden - Brot und Spiele - das wußte schon Cäsar. Ein satter Magen, geht nicht auf die Straße.

Aber ich ziehe den Hut vor diesem System. Mit unglaublicher Konsequenz, verfolgt es seine Ziele. Verpackt Kriegstreiber in Friedensnobelpreisträger (Obama), macht den Menschen glauben, die Russen sind an allem schuld, erklärt den Bürgern in Deutschland, sie wären nicht von der USA gelenkt und besetzt, inszenieren Fußball als Religion und verlieren illegale Kriege als Sieger! Wer das schafft ist unglaublich gut und hat sich die richtigen Werkzeuge dafür geschaffen! Aber wen interessiert es schon was hier hinter unseren Rücken passiert? Freiheit, was soll das sein - ach ja das Handy! Man interessiert sich nicht für all das und schon gar nicht wenn Bayern München spielt!

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