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Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad"

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Düsseldorf, 21.07.2019, 11:47 Uhr
Presse-Ressort von: horse.en-a.de Bericht 6108x gelesen
Mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer
Mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer  Bild: adfc-deutschland

Düsseldorf [ENA] Das Aktionsbündnis "Aufbruch Fahrrad" hat ein Jahr lang Unterschriften für die gleichnamige Volksinitiative gesammelt und im Juli 2019 dem NRW-Landtagspräsidenten André Kuper im Düsseldorfer Landtag übergeben. Gefordert wird an erster Stelle mehr Verkehrssicherheit für Radfahrende.

Insgesamt in 62 Kartons haben die Initiatoren die Listen mit 206.687 Unterschriften gesammelt und dem Präsidenten des Landtages, André Kuper, übergeben. Erforderlich wären nur 66.000 Unterschriften gewesen. Die Volksinitiative "Aufbruch Fahrrrad" hat zur Förderung der Fahrradmobilität neun Maßnahmen gefordert, die in einem sogenannten 'Fahrradgesetz NRW' verankert werden sollen.

Wie der "Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V." (ADFC) berichtete, hat sich die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer verschlechtert. Während im Autoverkehr weniger Menschen starben, stieg unter den Radfahrenden die Zahl der Getöteten drastisch an. So verunglückten 2018 - insgesamt 88.850 Radfahrende, 445 davon kamen zu Tode, darunter waren auch 21 Kinder.

Mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer

Die Volksinitiative beansprucht den Aufbruch in ein modernes und bewegliches Land NRW: ,,Dafür wollen wir den Anteil des Radverkehrs bis 2015 von rund 8 Prozent auf landesweit 25 Prozent erhöhen." Dafür steht an erster Stelle der neun geforderten Maßnahmen - "Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen". ADFC- Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagte: ,,Es ist bedrückend, dass täglich mindestens ein Radfahrender auf unseren Straßen stirbt und alle halbe Stunde eine Person auf dem Rad schwer verletzt wird. Wir brauchen endlich eine Umgestaltung der Städte, mit durchgängigen Radwegen und geschützten Kreuzungen, wie sie in den Niederlanden bereits gebaut werden. Bisher investiert Deutschland nur Peanuts in den Radverkehr."

Weitere Maßnahmen die in dem neuen Fahrradgesetz NRW verankert werden sollen sind: Mehr Rad- und Radschnellwege, Fahrradstraßen in den Kommunen, mehr Fahrradparkplätze und E-Bike-Ladestationen, kostenlose Mitnahme im Nahverkehr, Förderung von Lastenrädern.

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