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NRW-Laborschiff trägt zur besseren Luftqualität bei

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Düsseldorf, 21.08.2018, 14:48 Uhr
Presse-Ressort von: horse.en-a.de Bericht 5901x gelesen
NRW-Laborschiff
NRW-Laborschiff "Max Prüss"  Bild: Horst-Peter Nauen

Düsseldorf [ENA] NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat sich am Mittwoch, 21. August 2018, an Bord der "Max Prüss" über die Abgasminderung in der Binnenschifffahrt durch Nachrüstung und die damit verbundene Minderung des Schadstoffausstoßes informiert. Das Laborschiff wurde vor drei Jahren umgerüstet.

Das Laborschiff des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) wurde vor drei Jahren umgerüstet und ist seitdem das erste und bisher einzige Binnenschiff in Nordrhein-Westfalen, das an allen Haupt- und Hilfsmaschinen mit Anlagen zur Abgasreinigung ausgerüstet wurde. Ministerin Heinen-Esser: ,,Die hohe Belastung mit Stickstoffdioxid in den verkehrsreichen Innenstädten stellt die Akteure aktuell vor große Herausforderungen. Deshalb müssen alle Möglichkeiten zur Minderung von Schadstoffemissionen in den Blick genommen werden und auch die Hintergrundbelastung deutlich gesenkt werden. Emissionsarme Schiffe können insbesondere in den Städten am Rhein zur besseren Luftqualität beitragen."

Die Ministerin folgt mit ihrem Besuch der Einladung von LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen, für den die "Max Prüss" als Flaggschiff der Gewässerüberwachung in Nordrhein-Westfalen nicht aus dem Alltag wegzudenken ist: ,,Dass das Schiff inzwischen auch in Sachen Luftreinhaltung Zeichen setzt, ist ein zusätzlicher Erfolg. Die guten Erfahrungen mit der Modernisierung unseres Schiffes gibt das LANUV gern an andere Binnenschiffer weiter." Etwa 20.000 Tonnen Stickstoffoxide entstehen jährlich durch die Binnenschifffahrt allein auf dem nordrhein-westfälischen Rheinabschnitt. In Köln und Düsseldorf ist der Schiffsverkehr für 20 beziehungsweise 30 Prozent der Stickstoffdioxid-Emissionen verantwortlich.

"Max Prüss" reduziert rund 70 Prozent der Schadstoffe

Im Jahr 2015 wurde die "Max Prüss" vollständig mit einer modernen, kombinierten Abgasreinigungsanlage nachgerüstet. Im Jahr 2016 wurden zusätzlich beide Hilfsmaschinen zur Versorgung der Bordelektrik und der Bugstrahlruder mit Partikelfiltern nachgerüstet. Der Feinstaubausstoß verminderte sich durch die Nachrüstung um rund 94 Prozent. Auch die Stickstoffoxid-Emissionen konnten um etwa 70 Prozent reduziert werden.

Getestet wird im alltäglichen Routinebetrieb des Schiffes. Im Dienste der Gewässerüberwachung ist die "Max Prüss" an circa 220 Tagen pro Jahr auf dem Rhein, der Ruhr, der Weser und dem gesamten Westdeutschen-Kanalnetz auf Mess- und Probenahmefahrt.

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