Dienstag, 17.09.2019 07:23 Uhr

Prominente radeln für krebskranke Kinder

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Gießen/Solingen, 18.08.2019, 15:59 Uhr
Presse-Ressort von: horse.en-a.de Bericht 7740x gelesen
Tour der Hoffnung - in der Klingenstadt Solingen
Tour der Hoffnung - in der Klingenstadt Solingen  Bild: Horst Nauen

Gießen/Solingen [ENA] Im Rahmen der 36. "Tour der Hoffnung" treten namhafte Sportler, Politiker, Manager, Ärzte und idealistisch gesinnte Bürger wieder kräftig in die Pedale, um krebskranke Kinder zu unterstützen. In 35 Jahren hat die Tour insgesamt 36 Millionen Euro gesammelt.

Am Mittwoch, 14. August 2019, begann für über 190 Prominente - wie Petra Behle (Biathlon Olympiasiegerin, mehrfache Weltmeisterin sowie Schirmherrin der Tour), Klaus Peter Thaler (Rad-Querfeldein-Weltmeister und Tour-Kapitän), Henry Maske (Box-Welt- und Europameister), Felix Magath (Fußall-Europa- und Vize-Weltmeister, Trainer und Manager) & Co. die 373 Kilometer lange Benefiz-Radtour, traditionell mit einer Fahrt in und um Gießen.

Anfahrt zum Süßwarenhersteller HARIBO in Solingen

Emotionen vor dem Start

Vor dem Start in Gießen, gab es eine Gedenkminute für die jüngst verstorbenen Tour-Mitstreiter - Schlagerstar Costa Cordalis und Radfahr-Legende Alois Stöcklin die stets krebskranke Kinder aktiv unterstützt haben. Bevor es dann auf die Räder ging wurde es noch einmal Emotional. Ein Schüler aus Gießen, der mit seinen Freunden spontan 1.000 Euro für die Tour der Hoffnung gesammelt hatte, sagte ins Mikrofon: ,,Ich habe in letzter Zeit meine beiden Elternteile durch Krebs verloren. Ich finde es toll, was Sie machen. Danke!" Die Aussage des Jugendlichen war ein bewegender Moment für alle und es war muckmäuschenstill.

Schweißtreibende Anfahrt nach Solingen

Bei den vielen Sponsorenstopps während der vier Etappen kam es für die prominenten Tour-Teilnehmer zu tollen Begegnungen mit Kindern und Erwachsenen. Sängerin Jessica Kessler, begeisterte dabei die Besucher mit dem Tour-Lied "Licht am Horizont". Die eingestellten Fotos zeigen die Anfahrt zum Sponsoren-Stopp des weltbekannten Süßwarenherstellers HARIBO GmbH in Solingen. Das Fazit der Teilnehmer: ,,Die Steigungen bis nach Solingen-Gräfrath waren sehr schweißtreibend und sehr anstrengend."

(alle Fotos: Horst Nauen)

4. Etappe - Finale in Sankt Augustin

"Nach der 2. Etappe am Donnerstagabend, hatten wir schon 1,4 Millionen Euro beisammen", berichtete Cheforganisator, Gerhard Becker. Auch NRW-Ministerin Ina Scharrenbach (CDU) empfängt zusammen mit Ennepetals Bürgermeisterin Imke Heymann das Fahrerfeld und übergeben einen Spendenscheck für krebskranke Kinder. Nach einem Weiteren Stopp bei der Bergischen Volksbank in Lennep, geht es für die prominenten Fahrer bei teilweise schlechten Witterungsbedingungen, zum Final-Stopp an der Kinderklinik in Sankt Augustin.

Nach ersten Hochrechnungen soll 2019 eine Spendensumme in Höhe von 2,38 Millionen Euro (2018: 2,25 Millionen Euro) gesammelt worden sein. Sämtliche Erlöse (bis jetzt kapp 39 Millionen) fließen dank der ehrenamtlichen Arbeit des Organisationsteams und zahlreichen Unterstützern zu 100 Prozent in die Bereiche Forschung, pflegerische und psychosoziale Betreuung, neue Behandlungskonzepte und pflegerische Unterstützung. Die Tour der Hoffnung geht auf die Initiative des Mediziners Prof. Dr. med. Fritz lampert zurück. Er leitete die Kinderkrebsstation Peiper an der Uniklinik in Gießen und schuf zusammen mit Medienreferent Richard Brunnengräber die Idee für die bekannte Benefizfahrt.

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