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Chanukka-Fest im Düsseldorfer Landtag gefeiert

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Düsseldorf, 16.12.2017, 14:03 Uhr
Presse-Ressort von: horse.en-a.de Bericht 6495x gelesen
Entzünden der Kerzen an der Chanukkia (Foto: bs/landtag.nrw

Düsseldorf [ENA] NRW-Landtagspräsident André Kuper hat die Vorsitzenden und Geschäftsführer der jüdischen Verbände Nordrhein-Westfalens im Düsseldorfer-Landesparlament empfangen. Im Anschluss an den Empfang wurde in der Bürgerhalle das Chanukka-Fest gefeiert. Unter den Gästen war der israelische Gesandten-Botschafter in Berlin, Rogel Rachmann. Zur festlichen Untermalung trugen Sängerinnen und Sänger der Yitzhak-Rabin-Schule bei.

Präsident Kuper konnte gemeinsam mit Vizepräsidentin Carina Gödecke rund 250 Gäste zum Chanukka-Fest begrüßen, darunter den stellvertretenden nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Dr. Joachim Stamp. Als besondere Ehre bezeichnete der Präsident die Anwesenheit des Gesandten-Botschaftsrat Rachmann. Andé Kuper betonte: ,,Es ist schön, dass Sie diesen Abend mit uns gemeinsam hier in Nordrhein-Westfalen verbringen."

Präsident André Kuper
Vorstandvorsitzender der jüdischen Gemeinden, Dr. Oded Horowitz
Chor der Düsseldorfer Yitzhak-Rabin-Schule

In seinem Grußwort mahnte Kuper, dem durch islamistische Ideologien aufkeimenden Antisemitismus in Deutschland entgegenzutreten. Er betonte: ,,Wenn unsere Verbundenheit mit den Juden in Deutschland ernst ist und wenn unsere Freundschaft zu Israel unverbrüchlich ist und wenn das nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, dann müssen wir politisch überlegen, was wir noch mehr tun können gegen Antisemitismus - durch Aufklärung und Bildung aber auch durch unsere Gerichte und Organe."

Chanukka-Fest 2017 aus Angst abgesagt

Chanukka ist ein jährlich gefeiertes jüdisches Fest und dauert acht Tage. An den Abenden versammeln sich die Familien mit Freunden zu ausgelassenen Festen. Die Kinder bekommen Geschenke und Süßigkeiten. Die Kerzen der Chanukkia werden nach Einbruch der Dunkelheit angezündet, dabei werden Gebete gesprochen und Lieder gesungen: Wegen Sicherheitsbedenken hat die jüdische Gemeinde in Mülheim a.d.Ruhr das öffentliche Lichterfest auf dem Synagogenplatz abgesagt. Im Vorfeld wurden in Berlin von Migraten israelische Flaggen verbrannt und man ist besorgt um den wachsenden Antisemitismus.

Die jüdische Gemeinde in Düsseldorf dagegen will dem trotzen und lädt zum 17. Chanukka-Fest ein - alle Bürger sind herzlich eingeladen zu Musik, Tanz und heißem Tee auf dem Grabbeplatz.

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