Montag, 22.10.2018 08:13 Uhr

40 Jahre Welterbe Aachener Dom

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Aachen, 25.09.2018, 14:26 Uhr
Presse-Ressort von: horse.en-a.de Bericht 5693x gelesen
Aachener Dom

Aachen [ENA] Vor 40 Jahren, am 8. September 1978, wurde der Aachener Dom als erstes deutsches Bauwerk in die Welterbe-Liste der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft & Kultur) aufgenommen. Zum Jubiläum würdigten Bundespräsident Steinmeier und NRW- Ministerpräsident Laschet den Dom mit seiner Imposanten Architektur und seiner in zwölf Jahrhunderten gebauten Weltgeschichte.

Aachen feiert dieses Jubiläum mit einer Festwoche vom 22. bis 30. September 2018, die unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Armin Laschet steht: Nach einem feierlichen Festgottesdienst am Sonntag, 23 September, mit Bischof Dr. Helmut Dieser im Aachener Dom, hielt der Ministerpräsident im Anschluss bei einem Festakt im Krönungssaal des Aachener Rathauses eine Festrede.

,,Schon als der Dom zu Aachen im Jahr 800 errichtet wurde, galt er als Bauwunder, und über Jahrhunderte war er das höchste Gotteshaus nördlich der Alpen", sagte Laschet. ,,Auch heute wird jeder, der den Dom betritt, zutiefst beeindruckt sein von seinen Säulen, Mosaiken und Wandmalereien, ganz zu schweigen von seiner Kuppel, dem Barbarossaleuchter und von Thron und Schrein Karls des Großen. Vier Jahrzehnte ist es nun her, dass der Aachener Dom als erstes deutsches Bauwerk zum Welterbe ernannt worden ist. Und das zu Recht, weil in ihm wie nirgendwo anders die Vielfalt der Stile Europas eine harmonische Einheit bildet. Im Aachener Dom spürt man die Seele Europas.

Am Montag begrüßte Ministerpräsident Armin Laschet, Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Domprobst Manfred von Holtum den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Auf dem Programm stand zunächst ein Festvortrag von Professor Toshiyuki Kono, Präsident von ICOMOS International, Paris. Bundespräsident Steinmeier nannte in seiner anschließenden Festrede - Aachen als ein weltgeschichtliches Scharnier: ,,Empfängerin und Hüterin eines großen Erbes und selber wieder Beginn einer neuen Epoche. Der Aachener Dom ist mit seiner Architektur und mit den antiken Elementen, die Karl der Große zum Teil wohl aus Trier oder Ravenna oder Rom herbeiholen ließ, ein einziges Zeugnis ebenso demüter wie selbstbewusster kultureller Erbschaft."

v.l.:Domprobst Manfred von Holtum, Ministerpr. Armin Laschet, Bischof Dr. Helmut Dieser & OB Marcel Philipp r
Lichtinstallation "Der Dom leuchtet"

Ein Gedanke zum Schluss seiner Rede war Frank-Walter Steinmeier noch wichtig: ,,Bei aller Begeisterung für seine tatsächliche herausragende kulturelle Bedeutung - zuerst und zuletzt ist der Aachener Dom eine Kirche, in der gläubige und suchende Menschen seit mehr als tausend Jahren ihre Bitten und ihren Dank, ihren Kummer und ihre Sorgen, ihr Lob und ihre Freude vor Gott getragen haben."

Während der Festwoche bis zum 30. September haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sonst nicht zugängliche Orte des Aachener Doms zu besichtigen: So etwa die Chorhalle mit Karls- und Marienschrein und die Kapellen. Daneben sind auch Musik- und Theateraufführungen geplant.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.